Freitag, 30. Juni 2017

Emma Smith ✨✨ Second Chance I

Eisermann-Verlag

Second Chance I
                     - Die erste Liebe vergisst du nicht, die zweite lässt du nie wieder gehen

von Emma Smith

Kategorie: Romance

300 Seiten

Taschenbuch
ISBN 978-3-946172-78-9          10,90 €


Ebook
ASIN B01MYBXR1V                *derzeit kostenlos!






ACHTUNG ...
 bei dieser Trilogie sind die Teile nicht in sich abgeschlossen wie man es normalerweise gewohnt ist.  
Die Geschichte geht nahtlos weiter!



weitere Teile der Trilogie:


Teil 2
Teil 3

















Elly hat in ihrem Leben schon so einiges erlebt. Gezeichnet durch schwere Schicksalsschläge meidet sie seit Jahren jedes Gefühl. Hass, Wut oder Liebe hat sie schon lang nicht mehr gespürt.
Doch als der attraktive Devon neben ihr einzieht, ändert sich alles. Ellys Gefühle drängen immer mehr an die Oberfläche. Devon ist alles, was sie nicht will, und doch kann sie ihn nicht einfach ignorieren.
Langsam aber sicher fühlt sie sich zu diesem arroganten und fiesen Unterground-Boxer hingezogen. Wäre da nicht seine Freundin, die ständige Geheimniskrämerei und vor allem die Frage:
Kann man sein Herz verschenken, obwohl es eigentlich schon immer jemand anderem gehört hat?
















Und da fing er wieder an, um Kreis zu laufen. Was sollte das denn jetzt schon wieder?
"Der Coach hat mir gesagt, dass ich einen Fehler begehe ... überstürzt handle, weil es halt mein Traum war ... aber ..." Er blieb stehen und betrachtete mich, als wäre scherzt jetzt wieder anwesend.
Ihm musste total kalt sein, mir es langsam ziemlich frisch. Aber ich sah nur ihn, seinen Blick, der mich innerlich sofort aufwärmte.
"Aber das kann kein Fehler sein", flüsterte er, als wäre es nur für ihn bestimmt.
64%


"Du warst die kleine laute Nachbarin, die mir immer schön Kontra gegeben hat. Obwohl sie so viel Scheiße hinter sich her trägt. Du bist stark, Elly. Das wirst du immer sein, aber jetzt bin ich da. Ich will der Kerl sein, der dich in den Arm nimmt, dich tröstet und ich will verdammt noch mal der Kerl sein, der anderen Kerlen in den Arsch tritt, wenn sie dich anfassen!"
Es war wirklich faszinierend Devon dabei zu beobachten, wie emotional er gerade reagierte und sich anscheinend alles von der Seele redete. 
95%















Wir haben es hier mit  einem Undergroundboxer zu tun, der eine sehr anziehende, ruhige Seite in sich trägt. Devon ist, kennt man ihn näher nicht wirklich ein Softie aber ein gewaltiger, schnurrender Kater der die Anlehnung an eine starke Frauenschulter dringender benötigt als er sich zugestehen würde! Er möchte undurchschaubar sein, seinem Gegenüber nicht zeigen, welche Stürme in ihm kämpfen. Und er vertuscht damit, wer er eigentlich ist. 

Die Konditorin Elly ist genau so eine starke Schulter, da sie nur so von Selbstbewusstsein strotzt und in ihrem eigenen Laden ihren Lebensunterhalt verdient. Sie wirkt sehr stark, taff und trotzdem liebenswert. Sie hat ihr Herz durchaus am rechten Fleck auch wenn es anfangs nicht wirklich so scheint, da sie mit Vorurteilen Devon gegenüber kämpft. Aber eigentlich ist es der pure Selbstschutz, der sie oft so handeln lässt da sie eine wirklich tragische Vergangenheit schultert.


Kurzum sind beide sehr stur da sie ihr Päckchen tragen.


Mit Andie hat Elly eine kleine Schwester um die sie sich kümmern muss. Nur scheint es, als ob Andie eher Fuß gefasst hat im Leben als Elly. Aber wie das so ist mit kleinen Geschwistern kommt der Beschützerinstinkt ganz automatisch. Dumm nur, wenn es tatsächlich anders herum ist :)


Max gehört als Kumpel zu Devon und ist immer überall wo auch er ist. Er ist hier der Playboy der sich an Elly ranschmeisst und so sofort einen Stempel von mir bekam. Bis er erklärte warum er das macht und es doch tatsächlich auf jemanden ganz anders abgesehen hat. Aber er bleibt ein Charakter der einfach nicht ernst genommen wird. Weder von mir Leser (auch wenn ich denke das ich ihn unterschätze) noch von Elly, Andie oder Devon. 
Er hat automatisch die Rolle des "dicken kleinen Jungen" übernommen :)





Hier fällt es mir derzeit schwer den Überblick zu wahren da ich sehr geteilter Meinung bin, allerdings die Autorin für die Contra´s meiner Meinung nach nicht viel kann.

Das Buch strotzt derzeit noch von Fehler in Satz und Schrift - wobei ich hier allerdings schon die Info vom Verlag habe das die Überarbeitung derzeit in Arbeit ist. Aber es ändert nichts daran, dass es dem Lesefluss schadet. Einige Male musste ich Abschnitte mehrmals lesen um den Sinn zu verstehen.

Das Buch ist größtenteils aus der Sicht von Elly geschrieben, bei der es auch hätte bleiben sollen. Lediglich 2 oder 3 Abschweifungen, in der wir in Devons Sicht lesen sind enthalten - aber wofür? Sie bringen mir als Leser nicht wirklich eine aufschlussreiche Entwicklung zu Geschichte, so dass sie durchaus nicht nötig gewesen wären. So wartete ich nur auf weitere Wechsel die aber ausblieben.

Auch das Ende ist böse!
Nicht nur, das wir -mittlerweile total untypisch in diesem Genre- eine Trilogie mit einer Geschichte haben. Nein, wir haben so ein übles Ende das ich richtig verärgert darüber bin. Für mich ist es nicht nur ein Cliffhanger, sondern ein Cliffhanger im Cliffhanger.
Eigentlich würde ich mit einem Cliffhanger umgehen können und irgendwann später weiterlesen können - aber ob ich das hier kann?
Die Sache ist, negativ ist das ja nicht gerade. Den so hat die Autorin und auch der Verlag alles richtig gemacht, oder?
Wenn ich so angefixt bin das ich sofort weiterlesen will/ muss ... was soll daran falsch sein?

Die Geschichte an sich war für mich sehr locker und sehr realistisch. Stimmig und flüssig finden die Beiden zueinander und es prickelt bereits von der ersten Begegnung der Beiden so dass es wirklich ein Wunder ist, das Beide sich so lange zusammenreißen konnten, bis sie endlich übereinander herfielen. Leider ist es in der ein oder anderen Szene aber auch sehr vorhersehbar was ich hoffe, das sich das im nächsten Teil vll etwas legen wird da die Autorin mich mit dem Ende wirklich überraschen konnte .... 









Samstag, 24. Juni 2017

Eleanor Herman ✨✨ Royal Blood II




Quelle: Fischerverlage

Royal Blood -
                     Göttertochter

von Eleanor Herman
aus dem Amerikanischen von Anna Julia Strüh

560 Seiten


Hardcover
ISBN 978-3-8414-2231-6            19,99 €

Ebook
ISBN 978-3-10-403412-6
           14,99 







Vielen Dank an den Verlag zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplars






weitere Teile des Vierteilers ....


Teil 1
Rezension
Novelle
zur Serie






























Du gewinnst keine Kriege, ohne andere zurückzulassen.
Und Freundschaft ist nichts,was alles verzeiht.

Wie der dicke Rauch eines Schwelbrandes liegt Krieg über dem Reich. Alex hat seine erste Schlacht mit Hilfe von Kats Blutmagie gewonnen. Doch erst nach einer öffentlichen Hinrichtung erkennt der Rat ihn als Herrscher an. Er ahnt nicht, dass seine Familie bereit ist, seine engsten Vertrauten aus dem Weg zu räumen, um die eigenen Interessen durchzubringen. Und dass er den Menschen, der ihn töten soll, längst viel zu nah an sich herangelassen hat.
Während Kat weiter versucht, den Mord an ihrer Mutter zu rächen, gerät sie selbst in höchste Gefahr, denn es gibt einen Menschen, für den sie tot mehr wert ist als lebendig. Wie mächtig ist Alexander wirklich – und wie grausam muss er sein, um Respekt zu gewinnen?

Was ist am Ende stärker?
Das Schicksal?
Dein Herz?
Oder deine Feinde?















Als Zo von der Straße aufschaut, sieht sie, dass sie von einem Wald aus Steinen umgeben sind; aus dem Boden ragen hohe weiße Felsnadeln wie die Speere von Giganten. Sie leuchten im Sonnenlicht, und ihr Anblick verschlägt Zo den Atem. Der Wind streicht wispernd zwischen ihnen hindurch wie Stimmen, die tausend uralten Sprachen flüstern. 
Seite 72



Auf die Reling des schmalen, flachen Binnenschiffes gestützt lässt Heph den Blick schweifen und muss sich wieder einmal eingestehen, dass ersuch geirrt hat. Er dachte immer Ägypten wäre eine endlose Wüste, nichts als verdorrte Erde und Sand. Doch stattdessen bietet sich ihm ein Bild, mit dem er nie gerechnet hätte: wogendes Wasser, so weit das Auge reicht - ein Ozean, so tiefblau wie Lapislazuli, der sich von Ost nach West bis zum Horizont erstreckt. Aus seiner Zeit in Mieza wusste er, dass der Nil jedes Jahr vier Monate lang über seine Ufer tritt und fruchtbaren schwarzen Schlamm auf den Feldern hinterlässt, der die Äcker auf natürliche Weise düngt. Aber eine solche Überschwemmung hätte ersuch selbst in seinen wildesten Träumen nicht vorstellen können.
Seite 268



Hastig weicht Kat zurück und tritt hinter Heh, am ganzen Körper zitternd. Sie hat das Gefühl, als müsse sie sich jeden Moment übergeben. 
Leise fluchend ruft sie sich in Erinnerung, wer sie ist. Eine Prinzessin. Ein Schlangenblut. Die Zwillingsschwester von Prinz Alexander. Ein sechzehnjähriges Mädchen, dessen Schlauheit und Mut in der Schlacht gegen die Aasarischen Fürsten das Blatt zu ihren Gunsten gewendet haben. Doch jetzt würde sie lieber allein mit einer ganzen Horde Aasarier aufnehmen, als sich der dunklen Magie dieses verfluchten Ortes zu stellen.
Seite 379




Er verlässt den Kerker mit dem Gefühl, etwas erreicht zu haben. Sein neuer Rat setzt sich aus ganz verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen, die alle ihre eigenen Erfahrungen mitbringen. Er wird eine Menge Standpunkte, Strategien und Sichtweisen zur Verfügung haben, die ihm helfen werden, mit Umsicht und Weitblick zu herrschen. Das würden die Götter sicher gutheißen.
Und außerdem, denkt Alex mit einem Lächeln, wäre sein alter Lehrer Aristoteles absolut begeistert.
Seite 513















Leider kann diese Rezension nicht ganz Spoilerfrei werden!
Dieser ist aber markiert und kann deshalb problemlos überlesen werden.


Hier im zweiten Teil haben wir bereits die Erfahrungen machen können, das wir das Land - die Götter - die Mythen und die Charaktere kennen, was sehr von Nutzen ist.

Aber auch die Autorin hält sich nicht großartig mit Rückblicken auf, was sehr gut ist und die Geschichte voran treibt. Ebenfalls von Vorteil, das es nicht allzu lange her ist, das Band 1 auf meiner Leseliste stand und ich somit noch gut Erinnerung habe was alles bisher geschah...
So wie es derzeit scheint warten wir auf den dritten oder gar den vierten Teil jetzt etwas länger, was einen Rückblick definitiv brauchen wird um sich diese Geschichte in ihren ganzen verzweigten Windungen und Verästelungen wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Was im ersten Teil noch im Aufbau war und uns den Charakteren und ihren Geschichten näher gebracht hat, nimmt hier nun eine andere Wendung indem wir tiefer in die einzelnen Weggabelungen der gesamten Storie eintauchen. Somit lernt man die göttlichen Fügungen, die Intrigen und die Charaktere im einzelnen sehr gut kennen und kann sie nun einschätzen und einordnen.




+++ Achtung Spoiler ++++ Achtung Spoiler ++++

Alexander, als Prinz von Makedonien macht hier im zweiten Teil die wohl größte Entwicklung durch. Wirkt er doch anfangs etwas unentschlossen und weiss nicht Recht wie er seinen Weg bestreiten soll. Doch im verlauf des Buches wird er erwachsen und lernt viel durch seine Erfahrungen dazu. Er macht sich seinen eigenen Namen und steht in keins der Weise mehr in jemandes Schatten.
Katarina, die Zwillingsschwester von Alexander war bereits im ersten Teil eine starke Persönlichkeit und büsst hier etwas an Stärke ein da sie versuchen muss mit ihrer Gabe und ihrem neuen Status klar zu kommen. Hier fällt es ihr schwer, ihre Wurzeln zu vergessen und so hält sie an vergangenem Fest, was mir sehr leid tat in ihrer Entwicklung. Auf mich wirkte sie hierdurch sehr gehemmt und konnte sich nicht frei entfalten. Gerne hätte ich mehr gesehen von ihren göttlichen Gaben und ihren Gefühlen, die sie hinter ihrem neuen Pflichtbewusstsein als Prinzessin versteckte.
Eine weitere große Entwicklung gab es bei Heph zusehen, der seine Stellung als Rechte Hand des Prinzregenten von Makedonien einbüsste, eine Liebe fand und vor lauter Ehrgefühl immer wieder Fehler machte die er bitterböse bereuen musste. Das machte ihn sehr menschlich und zu einem meiner Lieblingscharaktere! Hier bin ich auf die weitere Entwicklung sehr gespannt und hoffe das es ein gutes Ende nehmen wird.
Zo, die persische Prinzessin macht eine Art Pilgerreise auf der sie erkennt, dass sich ihr Ziel wohl etwas verschiebt aufgrund ihrer Empfindungen und schrecklichen Erkenntnisse die sie auf diesem Pfad ereilen. Auch hier bleibt es abzuwarten wie die Geschichte weitergeht und in welche Richtung sie es weiter verschlägt. 
Ochus, ihr Wegbegleiter ist von einem arroganten Soldaten zu einem sympathischen Assassinen mutiert und war plötzlich alles andere als unsympathisch. Auch hier hoffe ich das es ein Wiedersehen geben wird und freue mich darauf.

Cynane und Jacob sind die beiden Charaktere, die für mich hier einen negativen Geschmack hinterlassen haben!
Cynane war ja bereits im ersten Teil eine intrigante Kuh die als Halbschwester von Alexander nur eines möchte: Macht und noch mehr Macht. Einerseits verständlich da in solchen Zeiten alles etwas anders war als heute. Und auch wenn sie durch ihren eisernen Willen viel Sympathie da lässt kann sie letztendlich damit nicht überzeugen, das man sie mag. 
Und Jacob ist als Aasarischer Fürst ebenfalls zu einem Charakter mutiert, der es nicht in mein oberes Ranking geschafft hat. Hier bin ich zwar neugierig was es wirklich ist, was ihn ausmacht und welchen Weg er einschlägt (da ich mir nicht vorstellen kann, das es so bleibt wie es derzeit scheint). Aber vielleicht irre ich mich auch und er macht eine weitere Entwicklung durch - bei ihm ist noch alles offen!

+++ Spoilerende ...  ++++ Spoilerende ... ++++




Das Buch ist, wie bereits das Erste auch wieder in Vier Akte aufgeteilt welche die Wege genau anzeigen und sinnbildlich für die darin enthaltene Entwicklung stehen.

Insgesamt ist dieses Buch, sehr blutig - brutal und zeigt eine starke Härte der damaligen Zeit. Wer hier Gefühl sucht, wird sie nicht finden. Denn auch wenn es scheint, als ob sich die ein oder andere Liebelei annähert bleibt diese völlig auf der Strecke!
Was ich persönlich bisher sehr gut finde, da das Hauptaugenmerk wirklich auf der Entwicklung und Entstehung der Geschichte basiert.

Auch dieser zweite Teil schrammt knapp an der 5 Punktgrenze und scheitert letztendlich daran, das ich nach dem beenden einfach noch viel zu viele offenen Fragen mit mir herum tragen werde bis ich von Teil 3 erlöst werde!




Samstag, 10. Juni 2017

Marie Weißdorn ✨✨ Tochter der Träume I

Quelle: Eisermannverlag

Tochter der Träume
                         - Land im Schatten

von Marie Weißdorn

400 Seiten

Taschenbuch
ISBN 978-3-946172-57-4               12,90

Ebook
  • ASIN B06XCM19J5                          3,99






zur Trilogie:

Cover zum zweiten Teil folgt in kürze - voraussichtliches Erscheinungsdatum 01.07.17



















„Nach einhundert Jahr’n sich die Möglichkeit zeigt,
Auf ein baldiges Ende des Volkes‘ Leid.
Denn der, der entkommt seiner dunklen Hand
Trägt in sich die Macht, zu beherrschen dies‘ Land.“
Seitdem sich die Götter vor langer Zeit von Mirandor abgewandt haben, wird das Land von einem grausamen König unterdrückt. Um seine Herrschaft zu sichern, nimmt er in jedem Jahr vier erwählte Kinder gefangen, die den Menschen anstelle der Götter beistehen sollen. Am Tag der Auswahl spürt Leyna, dass sie die Kraft der Herbstgöttin in sich trägt. Doch ihr Mal bleibt verborgen.
Leyna gelingt die Flucht und sie gerät in große Gefahr. Schon bald nimmt sie die Magie der Welt um sich herum wahr und spürt die Macht, die in ihr liegt. Doch sie weiß nicht, wem sie ihren Glauben schenken soll; der uralten Prophezeiung und dem geheimnisvollen Fremden, der ihr Leben rettet – oder dem, was sie seit ihrer Kindheit zu glauben gelernt hat.
Nur eines ist sicher: In der Welt der Illusionen ist nichts, wie es scheint.















Er beschützte sie, wie er es gesagt hatte. Aber das schloss nicht ein, dass er nicht mit ihr reden sollte. Selbst wenn es nicht zu seiner Aufgabe gehörte, wer auch immer ihm diese aufgetragen hatte. Sie würde ihn nicht dazu zwingen und einfach auch nicht mit ihm sprechen. Eine leise Stimme in ihr flüsterte, dass das ein kindischer Gedanke war. Ja, das stimmte. Aber das war ihr egal. Entschlossen hob sie den Kopf, ließ Sivan zurück und folgte Tarin, der den Hof schon beinahe überquert hatte.
31%



"Können wir mal kurz´ne Pause machen?" murmelte Urs. "Normale Leute wie wir müssen irgendwann auch mal schlafen, zumindest ein bisschen."
"Urs, sei still", ermahnte Tarin ihn leise.
Sivan wandte sich um und musterte den Variier, der seinen Blick trotzig erwiderte. Für einen Moment schien Sivan mit sich zu ringen, sagte dann aber nichts. Stattdessen sah er Tarin an.
"Wir können weitergehen", sagte dieser sofort. "Ich brauche keine Pause. Du kennst Urs´Geschwätz."
56%



"Wir ... wir müssen ihm helfen!"
"Nein", antwortete er ungerührt.
"Warum nicht?"
Er hob nur eine Augenbraue.
"Es ist mir egal, wie viel Aufsehen wir erregen! Du hast schon mindestens zwei Soldaten-Trupps aus dem Weg geschafft, Sivan, was ist da einer mehr?" Beinahe war sie überrascht, dass sie plötzlich so leichtfertig mit dem Tod umging.
Sivans Miene wirke wie versteinert. "Tote Männer legen eine Spur. Die letzten Teile unserer Spur sind in einem anderen Teil des Gebirges gefunden wurde. Wie lange, glaubst du, dauert es, bis der König herausfindet, wer du bist und wo du hinwillst, wenn ich diese Soldaten hier töte?"
60%



"Ihr wollt also sagen, dass der König weiß, wo der Palast ist?"
Wieder schüttelte Yuron den Kopf und in seinem Blick standen Bedauern, Sorge und Entschuldigung. "Nein, Gotteskind", antwortete er mit leiser Stimme. "Er weiß es nicht, noch nicht genau. Doch wir sind nicht länger sicher. Er wird uns bald finden."
99%















Marie Weißdorn hat hier eine sehr fantastische Welt erschaffen, die ziemlich einzigartig ist. Mit vielen Fantasyelementen die man so bisher noch nicht gelesen hat schafft sie Wesen die neu in ihrer Gestalt und ihrer Art sind.
So liest man hier von Varniren, Thiane, ein Nahdrin oder auch die Fheenyas die es zu entdecken gilt.

Gemeinsam mit unserer Hauptdarstellerin Leyna, die das erste mal überhaupt eine Fußspitze aus ihrem Dorf macht, begibt man sich auf eine schicksalshafte Reise.
Den Leyna ist die Eine - die für Änderungen und Bewegung in Mirandor steht!
Und so kommt es, das ich mich als Leser mit Leyna den Herausforderungen, Gefahren und den Entdeckungen stellen muss.
Leyna ist ein Charakter der mir gleich sehr gut gefallen hat da sie sehr eigen ist. Sie ist willensstark und kämpft für ihre Ziele bis Sie sie erreicht hat. Auch wenn sich unangenehmen Situationen ergeben, die vieles Fordern, scheut sie nicht davor, auch sich selbst hinten anzustellen und für die Gerechtigkeit zu kämpfen. Was hier auch manchmal etwas stur wirkt, ist sehr nett beschrieben und zu lesen da es Sie einfach aus macht!

Sivan, Tarin und Urs lernt sie auf ihrer Reise kennen und lieben. Als ihre treuen Weggefährten, die auf ihrer Reise wirklich sehr gute Freunde werden kann sie sich immer verlassen. Und diese drei sind so unterschiedlich - was wirklich sehr amüsant ist und stetig für Abwechslung sorgt!
Sivan der Schweigsame, ist ein Krieger. Mit zwei Schwertern bewaffnet sorgt er für die Sicherheit Leynas und führt sie auf den richtigen Weg. Er ist in diesem Buch der allzeitbeliebte böse Bube - und durch seine Schweigsamkeit wirkt er nur noch interessanter und weckt eine Neugier die es zu stillen gilt.
Tarin der Weiße, hat auf alles eine Antwort. Er ist ein sehr belesener junger Mann der im Tempel groß geworden ist. Hieraus resultiert sein ungemeines Allgemeinwissen was schier unbegrenzt scheint,
und Urs der .... für ihn gibt es glaub ich keine Synonym. Urs liebt man oder ist ganz schnell genervt - mich konnte er als neue Freundin gewinnen da er immer für ein flapsiges Kommentar gut ist und sehr klugscheisserisch daher kommt. Das peppte für mich die Storie nochmal richtig auf.



Auch wenn die Geschichte anfangs etwas schleppend wirkte, entwickelte sie sich sehr gut und teilweise ganz anders als erwartet - den jeder der hier eine Liebesgeschichte sucht wird sie nicht finden.
Die Priorität dieser Geschichte ist die Reise durch das Land und das Zusammentreffen der einzelnen Darsteller. Auch die Entstehung & Entwicklung der Geschichte ist ein wichtiger Aspekt um die Götter, Götterkinder und den König zu verstehen und zu lernen.
Freundschaft ist ein sehr wichtiger Aspekt, der die Liebe weit abschlägt - auch wenn man sie durchaus zwischen den Zeilen vermuten kann geht es in erster Linie um Freundschaft und Vertrauen! 
Was daraus wird, zeigt uns sicherlich der zweite oder gar erst der dritte Teil dieser Trilogie.

Ab der Hälfte hatte die Geschichte mich dann völlig gefangen genommen und die anfänglichen Stolpersteine waren total vergessen. Ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Umso entsetzter war ich über das Ende - das mit etwas abstand betrachtet allerdings kein Schlimmes ist - es wäre einfach nur besser wenn man direkt weiterlesen könnte, den man will einfach weiter lesen :)
Aber wenn alles gut läuft dauert es ja bis zum derzeit geplanten 01.07. gar nicht mehr so lange!


Für mich hat die Autorin hier mit ihrem sehr angenehmen Schreibstil eine tolle Geschichte geschaffen in der es auf jeden Fall ein MUSS ist - sich erneut nach Mirandor zu begeben und gemeinsam mit Leyna, Sivan, Tarin und Urs weiter zu kämpfen und für Gerechtigkeit zu sorgen!
Deshalb eine ganz große Leseempfehlung von mir ....